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Main: Handytauschboerse

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  1.   1.  Idee
  2.   2.  Pro
  3.   3.  Contra
  4.   4.  Randbedingungen
  5.   5.  Vorläufiges Fazit der Überlegungen
  6.   6.  Warum das alles?
  7.   7.  Variante mit Internet


Im Rahmen der absehbaren Wiedereinführung der VDS haben wir im Oktober 2013 über die Idee einer Handytauschbörse diskutiert.

1.  Idee


2.  Pro


3.  Contra


4.  Randbedingungen


5.  Vorläufiges Fazit der Überlegungen


6.  Warum das alles?


Trotz aller Mangelhaftigkeit des Ansatzes kann es durchaus Sinn machen, so eine Tauschbörse mindestens auf lokaler Ebene einzurichten.

Anfang Dezember 2013 wurde bekannt, in welchem enormen Ausmaß alleine die NSA weltweit Handy-Verbindungs- und Standortdaten sammelt und auswertet.

Was das bedeutet, hat Viktor Mayer-Schönberger in einem knapp 6 Minuten langen Interview mit dem Deutschlandfunk am 6.12.2013 sehr anschaulich erklärt, hier als MP3-Datei nachzuhören.

7.  Variante mit Internet


Die oben aufgeführten Grenzen der Wirksamkeit einer Tauschbörse sind offensichtlich, wenn man sich weiter auf das Telefonieren oder SMSen im Rahmen der GSM-Standards beschränkt. Das ist aber gar nicht nötig!

Die Möglichkeiten des Ansatzes lassen sich drastisch erweitern, wenn statt alter Handys mobile UMTS-Hotspots getauscht werden (bzw. neuere Handys, die als solche verwendet werden können).

Der Router ist also nur ein Zugangsgarant und hat nichts mehr mit der Telefonnummer zu tun. Die Telefonie-Ebene ist, wenn man es richtig macht, von der VDS unerreichbar. Das eigentliche Endgerät ist beliebig wählbar und braucht nicht getauscht zu werden. Das ist die einzige Art, wie die Tauschbörse angesichts ausgefeilter Massenspionage noch ihren Zweck erfüllen kann!

Es genügt also ein mobiler Internetzugang, um sehr viel mehr (ausbaubare!) Möglichkeiten zu haben. Besonders schön: im Internet gibt es, anders als im GSM-Netz, echte Anonymisierungsmöglichkeiten, die ohne das (potentiell gefährliche, s.o.) Tauschen von (ohnehin unsicheren) Endgeräten auskommen. Unverschlüsselte SMS sind passé. Die Kommunikation kann nun nach und nach sicherer gestaltet werden, etwa mit ZRTP. Verschlüsselung und weitere Anonymisierung liegt nun in der Hand der NutzerInnen, wo sie hingehören.

Grenzen dieses verbesserten Ansatzes:

Um das letzte Problem zu mildern, lässt sich die Idee weiterspinnen: Wer einen solchen Router aus der Tauschbörse holt, könnte wiederum für alle Mitreisenden ein offenes WLAN mit Internet-Uplink aufspannen. Geschieht dies auf sachverständige Weise (will heißen per VPN), so kann der Betreiber dies nicht feststellen (falls der Tarif nur "surfen" mit "einem Gerät" o.Ä. vorsieht). Das könnte z.B. zu Beginn einer Zugfahrt mit einem Laptop geschehen. Wird dies üblich, so wird ein "Nutzungsereignis" in der VDS bzw. den NSA-Programmen noch schwerer auszuwerten.

Zusammenfassend: das Internet ändert das Spiel und macht Tauschbörsen interessanter. Lasst uns sie wieder aufleben lassen!

Kategorie(n): Vorratsdatenspeicherung

URL: https://wiki.freiheitsfoo.de/pmwiki.php?n=Main.Handytauschboerse
Zuletzt geändert am 27.10.2016 10:46 Uhr