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Uestra-Fahrkartenautomaten-Sprengungen
3.4.2023 - Presseanfrage an die Uestra
mittels Pressemitteilung vom 24.3.2023 [1] teilen Sie mit, dass ab sofort an allen oberirdischen Üstra-Haltestellen keine Fahrkarten mehr mittels Bargeld erworben werden können: "Grund dafür ist die hohe Anzahl von Automaten-Sprengungen in den vergangenen Wochen. Allein seit Anfang Dezember wurden 20 Fahrkartenautomaten komplett zerstört." Sie führen weiter die Sicherheit der Kunden als Grund für die Maßnahme an. Wir möchten dazu berichten und bitten um Beantwortung der folgenden Fragen bis zum 7.4.2023: 1.) Wie viele Fahrkartenautomaten wurden in den vergangenen 36 Monaten mittels Sprengung zerstört (aufgegliedert in Sprengungen pro Monat)? 2.) An welchen Haltestellen sind bislang Fahrkartenautomaten gesprengt worden? 3.) Wie hoch waren die durch die Sprengungen entstandenen materiellen und monetären Schäden in den Jahren 2019 bis 2022 (pro Jahr). Ursprünglich sollte die neue Generation von Fahrkartenautomaten bis Ende 2021 eingeführt worden sein. 4.) Was sind die Gründe für die Verzögerung von Lieferung und Ein-/Umbau der neuen Fahrkartenautomaten? 5.) Wann ist mit deren Lieferung und Umrüstung aus heutiger Sicht zu rechnen? Vielen Dank für Ihre Mühen und viele gute Grüße,
4.4.2023 - Zeitungsbericht: Polizei sucht Zeugen: Unbekannte sprengen Fahrkartenautomaten im Garbsener Stadtteil Auf der Horst
In der Nacht zu Montag haben Unbekannte erneut einen Fahrkartenautomaten in Garbsen gesprengt. Die Tat spielte sich gegen 3.30 Uhr an der Haltestelle Schönebecker Allee am Planetenring im Stadtteil Auf der Horst ab, teilt die Polizei in Hannover mit. Eine Anwohnerin wurde vom lauten Knall in der Nacht wach und informierte die Polizei. Sie sah eine Person, die auf einem Fahrrad vom Tatort in Richtung der Straße Auf der Horst flüchtete. Die anschließende Fahndung der Polizei blieb erfolglos. Ob der oder die Täter etwas erbeutet haben, ist bislang ebenfalls unklar. Aufgrund der Häufung an Automatensprengungen stoppte die Üstra Ende März bis auf Weiteres den Ticketverkauf mit Bargeld, die Wechselgeldbestände sollten in der Folge aus allen 218 Automaten entnommen werden. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ein – und prüft, ob die Tat mit anderen zusammenhängt. Denn es ist bereits der dritte Fall in diesem Jahr, in dem allein im Stadtteil Auf der Horst ein Fahrkartenautomat gesprengt worden ist. Die erste Sprengung ereignete sich Anfang Januar an der Haltestelle Skorpiongasse – nur wenige Meter entfernt vom aktuellen Tatort. Mitte Februar traf es einen Fahrkartenautomaten an der Endhaltestelle. Außer in Garbsen gab es in Hannover und im Umland noch diverse weitere ähnliche Fälle. Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Täter oder den Tathergang in der Nacht zu Montag beobachtet haben. Sie melden sich beim Kriminaldauerdienst in Hannover unter Telefon (0511) 1095555.
11.5.2023 - Nachhaken
unsere am 3.4.2023 an Sie via uestra-Pressekontaktformular gesendete Presseanfrage blieb bis heute leider unbeantwortet. Daher senden wir Ihnen diese nochmals per E-Mail zu und bitten um kurzfristige Beantwortung, weil wir zur Sache berichten möchten. Können Sie uns ergänzend zu den unten aufgeführten Fragen noch erläutern, warum im GVH und im Bereich der üstra keine Chipkarten zum 49-Euro-Ticket ausgegeben werden? Vielen Dank und viele gute Grüße,
29.5.2023 - Indirektes Nachhaken und andere Fragen zum 49-Euro-"Deutschlandticket"
unabhängig von der noch laufenden und noch nicht beantworteten Presseanfrage vom 3.4.2023 (!) haben wir noch folgende Fragen an Sie und bitten um Beantwortung bis zum 2.6.2023: 1.) Wird die üstra ihre diesjährige Hauptversammlung mit physischer Präsenz der Aktionäre und Aktionärinnen oder als "virtuelle" Hauptversammlung abhalten? Falls letzteres: Warum nicht als Präsenzveranstaltung? 2.) Werden bei Ihnen zukünftig auch hybride Formen der Durchführung der Hauptversammlung angedacht und falls nein, warum nicht? Auf den Seiten des GVH heißt es zur Verfügbarkeit einer 49-Euro-Ticket-Chipkarte: "Das Deutschlandticket ist von Bund und Ländern als digitales Abonnement-Tarifprodukt beschlossen worden. Zu den Möglichkeiten, das Deutschlandticket in der Region Hannover perspektivisch als Papierfahrschein oder als Chipkarte anzubieten, laufen noch Gespräche zwischen GVH und verschiedenen Institutionen." Dazu folgende Fragen: 3.) Welche Institutionen sind das im Einzelnen, mit denen diese Gespräche geführt werden? 4.) Was ist der aktuelle Stand dieser Verhandlungen? Vielen Dank und viele gute Grüße,
7.6.2023 - Rückfrage von der Üstra
Lieber Gruß und Sorry für die Umstände xxx
8.6.2023 - Nochmaliges Zusenden der Fragen
8.6.2023 - Antworten von der Üstra
vielen Dank für Ihr Verständnis. Ihre Fragen beantworte ich einmal im Block: Seit Anfang Dezember 2022 sind 20 Fahrkartenautomaten von bislang unbekannten Tätern gesprengt worden, der bislang letzte am 23. Februar 2023 am Schneiderberg in der Nähe der Uni. Begonnen hatte es am 6. Dezember 2022 mit einer Sprengung in der Pascalstraße. Ein Automat, nämlich der in der Stockholmer Allee, wurde bereits zweimal gesprengt. Die meisten Sprengungen fanden in Hannover statt, aber auch in Garbsen und Langenhagen. Und hier die Sprengungen im Einzelnen: 1 02.07.22 03:13 Samstag Feldbuschwende Zu den Kosten bitte ich um Verständnis, dass wir diese nicht nennen. Zur neuen FKA-Generation: Die Verzögerung hat mit dem Vergabeverfahren und seinen Tücken zu tun. Mit ICA aus Dortmund ist aber der neue Hersteller bereits beauftragt und zusammen mit uns bereits sehr weit, sodass wir davon ausgehen, im Frühjahr 2024 die neuen Automaten aufstellen zu können. Mit besten Grüßen
14.6.2023 - Weitere Antworten von der Üstra
in Vertretung von Herrn xxx möchte ich Ihnen, ergänzend zu der E-Mail vom 8. Juni, gern auch noch Antworten auf ihre weiterführenden Fragen geben: Zum Deutschlandticket 3.) Welche Institutionen sind das im Einzelnen, mit denen diese Gespräche geführt werden? Wir sind im Gespräch mit NITAG, VDV und weiteren Verbünden und Verkehrsunternehmen in Niedersachsen und Bremen und haben uns Lösungen von Systemhäusern vorstellen lassen. 4.) Was ist der aktuelle Stand dieser Verhandlungen? Die ursprünglich angedachte zentrale Lösung eines gemeinsamen Einkaufs und Vertriebs in Niedersachsen wird nicht weiterverfolgt, da die Unternehmen unterschiedliche Ausgangslagen haben. Jeder Verbund recherchiert jetzt selbst weiter. Der GVH eruiert gerade unterschiedliche Lösungswege und nimmt Kontakt auf mit Systemhäusern und Chipkartenherstellern. Ein Einführungszeitpunkt kann derzeit noch nicht genannt werden. Zur Hauptversammlung: 1.) Wird die üstra ihre diesjährige Hauptversammlung mit physischer Präsenz der Aktionäre und Aktionärinnen oder als "virtuelle" Hauptversammlung abhalten? Falls letzteres: Warum nicht als Präsenzveranstaltung? Es ist vorgesehen, die diesjährige Hauptversammlung als Präsenzveranstaltungen abzuhalten. 2.) Werden bei Ihnen zukünftig auch hybride Formen der Durchführung der Hauptversammlung angedacht und falls nein, warum nicht? Es ist vorgesehen, eine Ermächtigung des Vorstands gemäß §118a Abs. 1 Satz 1 AktG in die Satzung der Gesellschaft aufnehmen, so dass zukünftig nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre in diesem Rahmen über das Format entschieden werden kann. Mit freundlichen Grüßen xxx
25.7.2023 - Nachfragen an die Üstra
nachträglich erstmal Danke für die ausführliche Beantwortung! Können Sie uns noch die FKA-Sprengungen nach dem 23.2.2023 aufzählen? Mindestens Anfang April gab es ja noch eine Sprengung in Garbsen. Und: Gibt es schon Fortschritte in den Gesprächen zur geplanten Einführung einer 49-Euro-Ticket im Chipformat? Vielen Dank und viele gute Grüße und wünschend, dass sich die viele Arbeit an den IT-Schäden inzwischen ein wenig gelegt und sich die Lage "normalisiert" hat,
26.7.2023 - Antworten von der Üstra
zu Ihren Fragen: Ja, es hat am 2. April in Garbsen im Stadtteil "Auf der Horst" noch einmal eine FKA-Sprengung gegeben - danach nicht mehr. Und ja, bei der Chipkarte gibt es Fortschritte, und wir sind auch mit anderen Verkehrsverbünden im Austausch, da diese Karten ja eine "begehrte Ware" sind. Wir werden das Thema im nächsten Jahr umsetzen. Dass es allein mit dem Kauf von Chipkarten nicht getan ist, muss ich Ihnen nicht erklären. Diese müssen natürlich "programmiert" werden, fälschungssicher sein und, und, und. Das kostet leider alles ein bisschen Zeit. Mit besten Grüßen
Grafik zur Übersicht: Anzahl der Fahrkartenautomaten-Sprengungen je Monat
27.7.2023 - Presseanfrage an die Üstra
vielen Dank für die schnelle Antwort! Was uns etwas ratlos zurück lässt: Die letzte FKA-Sprengung der intensiven Serie fand am 23.2.2023 statt. Danach - abgesehen vom April in Garbsen - keine mehr. Siehe auch diese Grafik hier: Aber erst einen Monat nach dem Serienende, nämlich am 24.3.2023 haben Sie entschieden und mitgeteilt, dass die oberirdischen FKA nun bargeldlos betrieben werden sollen. Man könnte meinen, dass die mutmasslichen Straftäter zu den FKA-Sprengungen entweder bereits vorher ihr "Geschäft" beendet haben oder gefasst worden sind oder aber die Üstra schon deutlich vor der Mitteilung vom März damit begonnen hat, die FKA bargeldlos auszuführen. Können Sie uns das erklären oder haben Sie weitere Informationen dazu? Nun ist es nämlich fraglich, ob die Bargeld-Befreiungs-Maßnahme dazu geführt hat, dass es fast keine Sprengungen mehr gegeben hat oder ob es andere Gründe dafür gibt. Bei dieser Gelegenheit: Gehen wir richtig in der Annahme, dass bei der FKA-Sprengung in Garbsen im April 2023 kein Geld mehr erbeutet werden konnte? Vielen Dank und viele gute Grüße,
27.7.2023 - Antwort von der Üstra
ich glaube, da sind wir der falsche Ansprechpartner: Zu den vermeintlichen Tätern, ob sie gefasst wurden und warum sie nicht mehr sprengen, fragen Sie bitte die Polizei. Wir stellen auch keine Spekulationen an, warum diese Anschlagserie bis auf den einen Fall im April zum Erliegen gekommen ist. Den Vorwurf, bereits vor der der Mitteilung mit der Maßnahme "Bargeldlos" begonnen zu haben, weise ich entschieden zurück. Ob die Täter im April in Garbsen Geld erbeutet haben, kann ich Ihnen nicht sagen. Was ich Ihnen sagen kann: Sie haben auch vorher in vielen Fällen kein Geld erbeutet. Was die Sache nicht viel besser macht, denn jeder kaputte FKA bedeutet einen hohen Schaden für uns und Beeinträchtigungen für die Fahrgäste. Mit freundlichen Grüßen
27.7.2023 - Rückmeldung und letzte Frage an die Üstra
nochmals Danke für die prompte Antwort! Das mit der Überlegung, ob die "Bargeldlos"-Maßnahme bereits vor Veröffentlichung begonnen worden ist bitten wir nicht als "Vorwurf" aufzufassen. Es sind schlicht Überlegungen zu möglichen Erklärungen, warum die Sprengungen so abrupt Ende Februar 2023 geendet haben. Mit Blick darauf hätte man sich die "Bargeld-Befreiung" der FKA vielleicht ersparen können, aber zugegeben: Hinterher weiß mensch es immer besser ... Und ja, wir werden bei der PD Hannover anfragen, ob diese Erkenntnisse über die Straftäter hat, hätten aber erwartet, dass die Polizei im Falle eines Festsetzens der FKA-Sprengtäter auch Sie als "Opfer" der Straftaten informiert hätte. Dass dem nicht so ist lässt mutmassen, dass die Straftäter zu den Üstra-FKA-Sprengungen nicht gefasst worden sind. Schließlich eine letzte Frage von uns an Sie: Wenn - wie Sie zuvor schrieben - ein Drittel der oberirdischen FKA jetzt schon mit Farbkassetten ausgestattet sind, warum wurden die dann nicht entsprechend gekennzeichnet und von der "Bargeldlos"-Aktion ausgenommen? Vielen Dank für die Arbeit mit unseren Fragen und viele gute Grüße,
27.7.2023 - Presseanfrage an die Polizeidirektion Hannover
im wesentlichen vom Dezember 2022 bis Februar 2023 litt die Üstra bzw. der GVH unter zahlreichen Sprengungen von Fahrkartenautomaten, siehe hier die Grafik dazu: Unsere Frage an Sie: Waren die Fahndungs- und Strafverfolgungsmaßnahmen zu diesen Straftaten in irgendeiner Weise bislang erfolgreich, konnten also bspw. die Straftäter ermittelt oder gar festgenommen werden? Gibt es Ihrerseits eine Erklärung oder Mutmassung dazu, warum die Straftaten - mit einer Ausnahme vom April 2023 - Ende Februar 2023 so abrupt endeten? Viele gute Grüße,
28.7.2023 - Antwort von der Üstra
da Herr xxx seit heute im Urlaub ist, übernehme ich an der Stelle und beantworte Ihnen gern Ihre letzte Frage. Nach unseren Erkenntnissen und Erfahrungen hätten diese Aufkleber (leider) keine abschreckende Wirkung. Zum Hintergrund: Die von der Sprengserie betroffenen Automaten waren größtenteils mit einem Einfärbesystem ausgestattet. Einfärbesysteme beziehen sich jedoch auf die "lohnenden" Kassetten, konkret die Banknoten. Mit freundlichen Grüßen
1.8.2023 - Noch eine letzte Frage an die Üstra
Danke, Frau Raddatz, für die Auskunft. Das ist erstaunlich und zugleich besorgniserregend. Denn wenn sich die Diebe auf die Münzen konzentrieren, dann ist ja auch mit den neuen Automaten keine Besserung in Sicht. Gibt es denn irgendeine technische Verbesserung in dem Sinne, dass mit den neuen Automaten die Sprengstofftäter von diesen ablassen werden? Viele gute Grüße,
3.8.2023 - Antwort von der Polizeidirektion Hannover
Sehr geehrte Herr xxx, vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworten wir wie folgt: 1. Waren die Fahndungs- und Strafverfolgungsmaßnahmen zu diesen Straftaten in irgendeiner Weise bislang erfolgreich, konnten also bspw. die Straftäter ermittelt oder gar festgenommen werden? Es handelt sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren, daher werden derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen dazu keine Angaben gemacht. 2. Gibt es Ihrerseits eine Erklärung oder Mutmassung dazu, warum die Straftaten - mit einer Ausnahme vom April 2023 - Ende Februar 2023 so abrupt endeten?" In den vergangenen Jahren kam es oft zu Sprengungen von Fahrkartenautomaten der ÜSTRA. Um das Risiko für Sach- und Personenschäden zu vermeiden, zog die ÜSTRA nun Konsequenzen und stellte vorerst den Ticketkauf mit Bargeld an den oberirdischen Haltestellen in Hannover/Region Hannover bis auf Weiteres ein. Bei weiteren Fragen hierzu wenden Sie sich bitte direkt an die Pressestelle der ÜSTRA. Mit freundlichen Grüßen xxx
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